Musik

„ Der Mensch ist ohne Musik nicht vollständig, sondern nur ein Fragment!“ (Zoltan Kodaly)

Das Anliegen der Waldorfschule kann mit einem Wort umrissen werden – Menschenbildung. Schon im alten Griechenland wurde Musik als wesentlicher Teil der Erziehung des Leibes und vor allem der Seele bis ins hohe Alter hinein gefordert und praktiziert.

Auch in der heutigen Zeit weiß man, wie wichtig die Musik eigentlich für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist. Unzweifelhaft ist, dass Musik einen nicht unbedeutenden Einfluss auf das Sozialverhalten hat. Gemeinsames Singen und Musizieren ist gleichzeitig Gemeinschaftsbildung. Das beginnt schon bei den Kleinsten. Wenn dann den Kindern in der 3. Klasse wirklich die erste Mehrstimmigkeit begegnet, erleben sie sich als Teil des Ganzen. Sie müssen gleichzeitig bei sich selbst, also ihrer Stimme, und auch bei den Anderen sein. Nur unter der Bedingung einer sozialen Gemeinschaft ist es schließlich möglich, Chor- und Orchesterarbeit zu leisten, wo ja die Klassen nicht mehr nur für sich, sondern auch mit den Anderen, Größeren wie Kleineren zurechtkommen müssen. An unserer Schule gibt es nun seit vielen Jahren den Mittel- wie auch den Oberstufenchor, ebenso wie ein kleines Schulorchester. Daneben gründete sich vor einigen Jahren ein Kammerchor, ein Eltern- Lehrerchor und auch ein kleiner Kinderchor, der sich aus Kindern der Unterstufe zusammensetzt. Vieles ist inzwischen entstanden. Große Chorkonzerte, wie zum Beispiel die Weihnachtskonzerte, Festkonzerte wie als ein besonderer Höhepunkt die Aufführung der „Carmina burana“ von Carl Orff, gehören schon lange dazu, aber auch Benefizkonzerte oder Chorreisen. Ob nach Göppingen, Dietzenbach, Böblingen oder Freiburg, immer waren es Reisen, die einen Eindruck bei den Schülern wie auch bei den Gastgebern hinterlassen haben. Gerade die „kleinen“ Chöre, wie Eltern-Lehrerchor und Kammerchor machen immer wieder auch in der Region auf sich aufmerksam. Besonders gerne unterstützen sie in Rötha mit Benefizkonzerten die Restaurierung der Silbermannorgeln, oder auch die neue Schulinitiative im Süden Leipzigs. Neben diesen Konzerten entstanden auch mehrere große und kleine von der Musik geprägten Klassenspiele. Unvergessen sind die „Zauberflöte“, „Der Pedell“ nach dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, mit dem die damals 6. Klasse auch unsere Patenschule aus der Gründungszeit, Marburg, besuchte, oder „Anatevka“, aufgefüht als Klassenspiel der 8.Klasse.